Roleplaying Convention 2012

11 Mai

Freitag, 4. Mai

Letztes Wochenende am 5. und 6. Mai fand in Köln wieder die RPC statt. Meine Reise ging jedoch schon am Freitag los. Zusammen mit ein paar Freunden machten wir uns per Zug auf den Weg nach Köln. Von zu Hause machten wir uns über Basel, wo wir uns alle zusammen im EC nach Köln trafen, per Zug auf nach Köln. Die Hinfahrt verlief ohne grössere Probleme, hatten nur zwischen Freiburg und glaube ich Mainz eine Schulklasse welche ziemlich nervend war, der Lehrer hatte dem Anschein nach die Klasse nicht wirklich unter Kontrolle. Ausser Lärm im Zug bekamen wir aber zum Glück nicht viel davon mit. In Köln angekommen ging es direkt zur Jugendherberge in Köln-Deutz. Nachdem wir eingecheckt hatten und festgestellt haben das wir für 9 Personen drei 4er Zimmer bekommen haben ohne irgendwelchen Aufpreis, machten sich ich, meine Freundin und die Standhelfer auf den Weg zur Messe.

Meine Freundin, hatte sich als Aussteller angemeldet um ihre Arbeit als Illustratorin Bekannter zu machen und um Aufträge zu bekommen. Sie hatte bereits letztes Jahr einen Stand an der Messe. Auf der Messe bekamen wir entsprechend unsere Aussteller-Ausweise und machten uns daran zusammen mit ihrer Illustratoren-Kollegin auf den Weg zur Standfläche. Leider waren wir auf Grund fehlender Wand verunsichert, ob wir auch am richtigen Ort sind. Der Veranstalter teilte uns dann jedoch mit das die Wand noch am Samstag kurz vor Messebeginn aufgestellt werden würde.

Nachdem wir den Stand mit dem wichtigsten eingerichtet hatten gingen wir zurück zu unseren Freunden ohne Aussteller-Ausweis. Diese warteten bereits auf uns in der Jugendherberge, sie spielten bereits fleissig Magic. Das es schon relativ spät war und wir viel Zeit auf der Messe für einrichten des Standes verbraucht hatten, machten wir uns auf den Weg ins Vapiano. Das Restaurant war ziemlich voll, trotz allem das die Küche gerade noch etwa eine Stunde offen sein würde. Nach kurzem suchen fanden wir schliesslich einen Tisch an dem alle Platz fanden, uns begleitete noch ein Bekannter aus Köln, welcher ebenfalls als Helfer bei einem anderen Aussteller tätig war. Ich genehmigte mir Dinkel Spagetti an einer Bolognese Sauce.

Nach witzigen Gesprächen machten wir uns auf den Weg zurück zu unserer Schlafunterkunft, wo wir alle ziemlich ziemlich Müde uns Bett gefallen sind. Geschafft von der Reise und vom Standaufbau.

Samstag, 5. Mai

Ziemlich früh am Morgen klingelte unser Wecker. Wir wollten genug früh aufstehen, so dass wir nicht lange am Frühstücksbuffet warten müssten. Das letzte Jahr gab es einen ziemliche Menschenmasse so dass meine Freundin fast keine Chance mehr gehabt hat pünktlich auf der Messe zu sein und ihren Stand vorzubereiten, damit alles bereit war wenn um 10 Uhr die Messe aufging. Frühstück klappte dieses Jahr ohne Probleme und so konnte sie sich pünktlich um 08:30 Uhr auf dem Weg zur Messe machen. Der Bekannte vom letzten Abend begleitete sie während ich und ein anderer Helfer sich auf den Weg zum Kauf von Getränken und Verpflegung aufmachten. Schliesslich ist das konsumieren auf der Messe nicht gerade günstig, aber wenigstens durfte man sich als Aussteller seine eigenen Getränke mitnehmen. Schliesslich besteht nicht immer die Möglichkeit den Stand zu verlassen und so sind ein paar Getränke unter dem Tisch ganz praktisch für den Fall.

Kurz nach dem Kauf machten wir uns dann auf den Weg zur Messe. Da hatte es auch schon begonnen in Strömen zu regnen, so dass wir mit Schirm und viel Gepäck schliesslich relativ Trocken auf der Messe ankamen und uns über den Aussteller Eingang auf den Weg zum Stand machten. Dort angekommen war meine Freundin schon fast fertig mit dem einrichten. Wir bekamen sogar noch mit wie die Wand im Rücken aufgebaut wurde. Etwas später als eigentlich angekündigt war, aber doch noch pünktlich zu Messebeginn. So konnte die Wand noch beklebt werden mit Postern so dass auch aus der Ferne zu sehen war, worum es an diesem Stand ging.

Bevor ich meine erste Standschicht hatte, machte ich mich als erstes einmal auf den Weg die Messe unsicher zu machen. Dabei entdeckte ich viel interessantes. Dieses mal waren die Meisten Stände Thematisch besser geordnet, auch wenn es immer wieder ein paar Stände gab die meiner Meinung nach nicht gerade optimal platziert waren. So waren einige Stände zu Nahe am Multimedia Bereich so das Gespräche in einigermassen normaler Lautstärke fast nicht möglich war.

Im Multimedia Bereich gab es neben Aion, Lineage II, dem Buffed Stand, Sativas Ketten, Risen 2 vieles zu sehen. Daneben gab es auch wieder die grossen deutschen Pen & Paper Rollenspiel Verlage wie auch viele kleinere welche ihre Produkte vorstellten. So war neben Pegasus und Ulisses auch der 13 Mann Verlag, Mantikor Verlag, 13 Mann Verlag, Redaktion Phantastika auch ein paar kleinere Pen & Paper Entwickler anwesend. So zum Beispiel Neferatu Games mit Dragonfall. Natürlich gab es auch wieder einen grossen Table-Top Bereich und auch ein paar Brettspiele zu bewundern. Besonders Pegasus und der Heidelberger Spieleverlag waren mit ihren Spielen anwesend. So wurde auch das neue Brettspiel zum Buch „Die Zwerge“ vorgestellt sowie die neuen Erweiterung zum Kartenspiel „Nightfall“. Auch Würfel fand man wieder in Massen was jedes Rollenspiel Herz höher schlagen lässt. Viele Rollenspieler könnten nie genug Würfel haben. Dieses Jahr war auch wieder der LARP, der Live Action Roleplaying Bereich ziemlich gross und einige Veranstalter waren mit einem Stand vertreten. Man fand Informationen für Fantasy Liebhaber über Fans von Star Trek, Stargate und Star Wars. Ebenfalls war mal wieder der Veranstalter der Harry Potter Larp anwesend. Was natürlich auch nicht fehlen durfte waren verschiedene Stände mit LARP Waffen und Ausrüstung sowie die passenden Kleider und Accessoires. Durch den Regen kam ich jedoch am Samstag nicht mehr dazu den Aussenbereich anzuschauen, es war mir einfach zu Nass, auch wenn ich gerne die verschiedenen Stände draussen noch in den Augenschein genommen hätte.

Nachdem ich mir den ersten Überblick gemacht hatte, hielt ich auch schon meine erste Standpause und erholte mich entsprechend ein wenig. Holte dann zur Mittagszeit für mich und meine Freundin ein paar leckere Flammkuchen. Von unseren Freunden hatten wir jedoch bisher nicht viel gesehen, die waren irgendwo im Getümmel der Messe untergekommen. Auch wenn gerade mal ein paar Stunden verstrichen waren, konnte meine Freundin bereits ein paar Poster sowie Buttons verkaufen. Auch ihren ersten Auftrag hatte sie an Land gezogen und zeichnete für jemanden einen Zwerg in einer Lore.

Während meinem ersten Ausflug hatte ich mir auch schon das erste Regelwerk zugelegt. Das Dharma Buch zu den Schillernden Kranichen, einem Ergänzungswerk zu den Kindern des Lotus, einem Pen & Paper Rollenspiel auf der Basis von Vampire die Maskerade.

Der Nachmittag verlief dann relativ ruhig, ich machte noch ein paar mal die Messe unsicher und ärgerte mich jedes mal, dass ich am Vortag vergessen hatte meine Fotokamera aufzuladen. Es gab soviele schöne Motive zum knipsen. Gegen 17:00 Uhr ging es dann wieder zurück an den Stand meine Freundin und ihre Standkollegin hatten um diese Uhrzeit einen Workshop im Kreaturen malen geplant, also musste jemand während ihrer Abwesenheit am Stand sein. Während meiner längeren Standzeit kamen viele Leute an den Stand und auch da wurden wieder ein paar Buttons verkauft und fleissig Visitenkarten und Postkarten verteilt. Nach etwa 1 Stunde und 30 Minuten war dann der Workshop zu Ende und der Rest der Messe verlief relativ ruhig.

Zusammen mit einer Freundin machten wir dann noch einen Abstecker in die Illustratoren Meile. Dabei hatte sie auch Glück und konnte ein Gespräch mit dem Art Director von Paizo führen.

Gegen 20 Uhr war dann schliesslich die Messe zu Ende und nach dem wegpackten der Dinge welche wir nicht auf der Messe lassen wollten, ging es zurück zur Jugendherberge. Unsere Freunde waren auch bereits schon wieder in der Jugendherberge da einer unserer Freunde Kopfschmerzen hatte, er blieb dann schliesslich auch zusammen mit seiner Freundin in der Herberge. Wir anderen hatten uns dann entschieden, dass wir nicht mehr weit Weg wollten für das Abendessen. Zum Mexikaner wollten wir nicht, da war im letzten Jahr mit diesem schlechte Erfahrungen gemacht hatten uns ins Vapiano wollten wir auch nicht. In den Subway im Bahnhof wollte ich persönlich nicht, also machten wir einfach die Strasse, wo das Vapiano und der Mexikaner waren, unsicher. Dort fanden wir dann schliesslich einen leckeren Spanier mit verschiedenen Tappas im Angebot. Dieser hatte erst vier Wochen geöffnet aber machte für uns alle einen überaus Positiven Eindruck. Wir assen uns alle Satt und hatten viel Spass und entschieden uns sicher im nächsten Jahr den Spanier wieder zu besuchen, so sollte er dann noch existieren.

So ging dann auch der Samstag langsam zu Ende und wir gingen zurück zur Herberge um zu schlafen. Schliesslich war Morgen Sonntag und auch wieder Messetag wo bestimmt wieder viel los sein würde.

Sonntag, 6. Mai

Der Sonntag begann wieder mit dem klingeln des Weckers. Das Frühstück verlief ohne grössere Probleme und wir machten uns dann auch kurz darauf auch schon wieder auf den Weg zur Messe. Dort angekommen richteten wir alle wieder den Stand ein. Dabei mussten wir feststellen, dass wir unser Kensington Schloss für den digitalen Bilderrahmen jedoch in der Jugendherberge vergessen hatten. Da wir den Laptop am Sonntag nicht mehr zur Messe mitnehmen wollten, lag das Schloss noch fröhlich in der Herberge im Safe. Also machte ich mich zurück auf den Weg und musste mich genau 5 Minuten vor Messebeginn durch den Haupteingang zwängen. Ich hatte diesen Weg gewählt weil ich dadurch schneller wieder bei der Herberge war. Trotz vieler Menschen welche auf den Einlass warteten und wohl doof schauten als ich mich in die falsche Richtung bewegte, kam ich doch relativ gut durch die Menge.

In der Jugendherberge schnappte ich mir das Kensington-Schloss und ab ging es zurück zur Messe. Zurück in der Messe wird der Bilderrahmen aufgestellt und das Schloss befestigt. So war der Stand wieder komplett voll ausgestattet. Am Sonntag wurde dann auch wieder Stand gehütet, aber zuerst einmal nochmal die komplette Messe unsicher gemacht. Dieses mal hatte ich auch meine Fotokamera dabei und konnte so ein paar schöne Schnappschüsse machen. Davon habe ich mal ein paar hier in eine Galerie hochgeladen. Danach wurde dann Stand gehütet, während meine Freundin an einer der freien Wände einen Mantikor malte über ein paar Stunden. Während der Zeit besorgte ich mir auch eine Hanftasche. Diese besteht aus mariniertem Röstfleisch, Salat und aufgeschnittenem Fladenbrot, bestreut mit Hanfsamen. Meiner Freundin besorgte ich dann ein leckeres Käse Crêpe. Um 14 Uhr hatte sie dann erneut ihren Workshop. Wie am Samstag war dieser auch am Sonntag komplett ausgebucht.

Nach Abschluss des Workshops und einige Zeit am Stand machte ich dann noch einmal zusammen mit meiner Freundin die Messe unsicher. Zusammen besuchten wir so gut wie alle Stände, liessen jedoch den Multimedia Bereich weg. Bei den verschiedenen Verlagen stellte sich meine Freundin als Illustratorin vor. Bei Pegasus mussten wir dann jedoch feststellen, dass ich doch Samstag mir ein paar Dinge hätte kaufen sollen. So waren die beiden Erweiterungen für Nightfall bereits ausverkauft bei Pegasus. Auch am Pathfinder Stand von Ulisses war auch nicht mehr alles verfügbar, dort konnten wir aber wenigstens noch das eine oder andere besorgen.

Nachdem wir einige Stände noch unsicher gemacht hatten und uns auch noch ein paar Würfel besorgt hatten war dann auch schon Messeschluss. Das Ende der Messe war dann doch schneller gekommen als geplant. Während unserer Abwesenheit wurden noch ein paar Poster am Stand verkauft aber das war es dann auch schon.

Wir trafen dann noch einmal den Kollegen aus Köln mit dem wir dann zusammen beschlossen am Abend noch einmal Köln unsicher zu machen um irgendwo Abend zu essen. Wir bauten den Stand komplett ab und verpackten alles wieder in die extra dafür vorgesehene Koffer. Unser Kollege musste dann noch etwas länger auf der Messe bleiben, da der Stand wo er mithalf um einiges grösser war als unserer. Er wollte dann zur Jugendherberge komme und wir sollten dort solange auf ihn warten. Während wir dort auf ihn warteten entschieden wir uns schliesslich dafür, das wir Gut Bürgerlich Essen gehen wollten. Als der Kollege dann auftauchte teilten wir ihm das mit und das er sicher ein gutes Lokal kennen würde. Nach einer kurzen Fahrt per Strassenbahn in die Altstadt ging es dann ins Bierhaus am Rhein. Es wurden einige Kölsch getrunken und ich genehmigte mir ein leckeres Altstadtpfännchen. Das war viel zu viel für mich und ich war froh, keine Vorspeise bestellt zu haben. Jemand bestellte einen „Halve Hahn“ sowie jemand anderes aus unser Gruppe das „Gebutterte Röggelchen als Bierhappen mit irischem Schweinemett“. Das wurde uns dann schliesslich an den Tisch gebracht und als „Kalte Frikadelle“ angepriesen, was dann natürlich zuerst keiner Verstand.

So konnten wir den Abend bei guter Stimmung abklingen lassen und nachdem wir alle gegessen hatten machte unser Kollege noch eine kleine Stadtführung. Auch wenn es schon ziemlich dunkel war, konnten wir das wichtigste noch erkennen. Wir erfuhren einiges über die Kölner Altstadt und irgendwann ging es dann zurück zur Jugendherberge. Dort quatschten wir noch eine Weile bevor wir uns dann bereit machten zum Schlafen gehen.

Montag, 7. Mai

Der Montag verlief ohne grössere Probleme, wir packten entsprechend unsere sieben Sachen, schauten das wir alles wichtige verstaut hatten und gingen gemütlich zum Frühstück. Nach dem Frühstück warten ich und ein Kollege auf unserem Zimmer auf meiner Freundin. Diese war noch kurz auf der Post um dort unsere schwersten Sachen welche wir auf der Messe besorgt hatten per Paket an die Grenze zu schicken. Während dieser Zeit spielte ich kurz Magic mit meinem Kollegen. Nach ihrer Rückkehr verbrauchten wir noch etwa bis 10 Uhr die Zeit im Zimmer mit quatschen.

Um 10 Uhr mussten wir das Zimmer geräumt haben und die Schlüssel abgeben. Wir machten uns dann auf den Weg zum Bahnhof an der Messe um so zusammen zum Hauptbahnhof zu gelangen. Es ging wieder zurück in die Schweiz. Wir besorgten uns noch etwas für die Reise, meine Freundin und ich zwei leckere Sandwichs.

Auf dem Gleis angekommen erlebten wir dann nach 10 Minuten den ersten Dämpfer. Unser Zug hatte 25 Minuten Verspätung wegen Problemen am Zug. Na Toll dachten wir uns, aber wenigstens mussten wir nicht Umsteigen bis in die Schweiz und könnten dann trotz Verspätung dann unsere reservierten Plätze nutzen und bis zur Grenze durchfahren. Aus den 25 Minuten wurden dann 35 Minuten aber schliesslich kam der Zug. Auch dieses mal hatten wir wieder eine Schulklasse dabei, aber diese war um einiges ruhiger und disziplinierter als die Klasse bei der Rückfahrt. Sie war zwar auch etwas lauter, aber es war nicht zu laut.

Die Fahrt verlief sonst ohne Probleme und kamen dann schliesslich wohlbehaltenen aber Erschöpft zu Hause an.

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