Tag 3 – Beijing – Kunstmuseum, Hintergassenrestaurant und Hotpot

14 Aug

Am freien Tag hatten wir eigentlich vor gehabt in den Beihei Park zu gehen,damit ich etwas zeichnen kann. Doch als ich Yixi via SMS fragte, wo man denn gut Zeichenmaterial kaufen könne, meinte sie, dass sie uns zum Kunstmuseum führen könne und zwar heute Nachmittag. Da es recht schnell spät wurde, war der Nachmittag (13 Uhr) ziemlich schnell da.  Wir trafen uns mit ihr an unserer U-Bahnstation und fuhren bis zum Kunstmuseum. Dort gingen wir gegenüber in einen Laden und kauften etwas Papier und Farben für Parkmalerei. Auch bestellte ich mir hier meinen gewünschten Siegelstein mit eigenem Logo. Ich hoffe, dass dieser dann richtig toll ausschaut.

Bevor wir ins Museum sind, haben wir noch gegessen. Dies war gleich in der Nähe in einem kleinen Restaurant mit wenigen Tischen. Es war kein kleines Strassenrestaurant, wo nur ein paar Tische draussen stehen, aber es war auch kein besonders hygienisches. Aber wir wagten den Versuch und genossen dort viele verschiedene Gerichte, weil die Besitzerin des Restaurantes gedacht hat, dass wir alle vier der empfohlenen Gerichte essen wollen. Da gab es zwischen ihr und Yixi ein Missverständnis.

Yixi zahlte dann das Essen, lud uns also ein. Sie musste ganz schön viel zahlen und wir hoffen, dass das wirklich ok war….aber das lassen Chinesen nicht so durchblicken. Ein Freund von ihr kaum auch noch dazu und mampfte mit. So etwas ist hier auch ganz normal 🙂

Zusammen gingen wir dann ins Museum, für das man keinen Eintritt zahlen muss. Es waren verschiedene Sachen ausgestellt. Eine Ausstellung befasste sich mit Kinderspielzeug, eine mit modernerer Kunst und eine mit Kalligraphie und Tuschemalerei. Es war sehr schön und ich habe viel tolle Kunst gesehen und auch etwas gelernt. Zum Beispiel ein kinderloses Ehepaar stellt sich einen Kirin auf, um Kinderglück zu erbeten. Allerdings ist der Kirin nicht mit unserem Klapperstorch gleich zusetzen. Auch gibt es eine Figur, die heisst Opa Hase und sie bringt Geldsegen. Viele Kinder bekommen als Stofftier einen Tiger geschenkt, da dies als typisches Kleinkinderspielzeug gilt.

Auch schöne Drachen und Windräder waren ausgestellt.

Danach verabschiedeten wir uns und wir gingen kurz ins Hotel zurück, um dort unsere gekauften Sachn zu lassen und zogen dann gleich wieder los, um Ying zu treffen. Ying hatten wir auch über Couchsurfing kennen gelernt, genau wie Yixi. Sie ist auch sehr nett und auch älter. Ich glaube mit ihr verstehen wir uns auch besser, als mit Yixi, aber das kann auch täuschen. Ying zeigte uns ein Hotpotrestaurant. Erst wollte sie in ein Sichuan-Hotpot-Restaurant gehen, doch da hätte man reservieren müssen oder hätte eine Stunde gewartet, um einen Tisch zu bekommen. Also entschieden wir uns für Beijingstyle. Dieser ist, im Gegensatz zu Sichuan, nicht mit einer scharfen Brühe gemacht.

Allerdings gab es in dem Restaurant den geteilten Hotpot, der auf der einen Seite Beijing, auf der anderen Seite Sichuan hatte. So konnten wir dann sogar beides essen. Dazu wurden bestellt: Lamm und Rind, fein geschnitten, Kartoffeln, Lotus, Streifen aus Doufu, ein grünes Gemüse, dessen Namen wir vergessen haben, Nudeln und Chinakohl. Je nachdem was man herausfischen konnte, ass man und so ergatterte ich eigentlich alles, bis auf die Doufustreifen… Wichtig ist, dass man zuerst mitdem Fleisch anfängt, dann das Gemüse nimmt und dann die Nudeln. Denn dann hat man eine Fleischbrühe mit Gemüse und Nudeln 🙂 Und alles war sehr frisch, auch die Teller waren sogar eingeschweisst am Tisch O_o Aber sonst war die Hygiene etwas lustig…ich sage nur: Restfleisch vom Vorgänger am Hotpot 😉

Aber trotz der nicht 5-Sterne-Restaurants: Noch immer kein Durchfall, auch also am Tag 3 nicht und auch sonst geht es uns super.
Nach dem Essen, wir haben bis weit nach Ladenöffnungszeiten gefuttert und wurden natürlich nicht rausgeworfen, denn das würde die Gäste unglücklich machen, haben wir noch ein wenig das Huton in der Nähe erkundet und haben festgestellt, dass wir am ersten Tag in Beijing über eine Brücke gegangen sind, die zu zwei Seen gehörte, die wir gar nicht wahr genommen hatten. Dort ist das Amüsierviertel Beijings, Bar an Bar an Bar und überall Karaoke. Am Tag hatten uns dort so viele Rikschafahrer belabert, dass wir dort geflüchtet waren und alles andere somit völlig ignoriert hatten.

Wir liefen um den einen See herum und stellten dann fest, dass es sehr spät war. Ying nahm ein Taxi zurück, wir liefen, denn das Hotel war nahe.

So ging auch unser dritter Tag in Beijing herum…den nächsten sollte es nach Xian gehen.

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