Tag 10 – Tokyo – Ausflug nach Hakone

29 Mrz

Am Heutigen Tag machten wir uns auf den Weg mit dem Zug nach Hakone. Nachdem wir uns nach einem leckeren japanischen Frühstück auf den Weg machten, ging es zuerst mit der JR-Linie bis zum Tokyo Hauptbahnhof, wo wir dann mit dem Shinkansen uns auf den Weg machten bis nach Odowara.  Als wir in Odowara ankamen und uns den Hakone Free Pass besorgten, wurden wir auch noch ganz nett beraten. Sie zeigte uns einen Prospekt mit einer Karte und zeigte uns auf genau die Route die ich mir auch schon ausgedacht hatte. Mit dem Ticket in der Tasche wollten wir jedoch nicht gleich losfahren, sondern schauten uns zuerst einmal noch das Odowara Castle an. Das lag nicht weit weg vom Bahnhof und bestand nur noch aus dem Hauptgebäude. Im Park, der sich um das Schloss befand, war recht viel los. Das war auch kein wunder, den hier standen sehr viele Kirschblütenbäume. Iris genehmigte sich ein leckeres Sakura Eis, bevor wir uns das Hauptgebäude anschauten. Im inneren war ein Museum und es war richtig voll drin. Wir liefen mit der Masse mit und schauten uns viele verschiedene Dinge an wie unter anderem Schwerter und alte Samurai Rüstungen.

Dann waren wir auch schon wieder draussen und machten uns zurück auf den Weg zum Bahnhof, wo wir uns mit der Tozan Linie auf den Weg nach Hakone-Yumoto machten. Hier stiegen wir dann das erste mal um, dann geht die Fahrt weiter bis zur Haltestelle Gora. Hier werden wir auch schon von einem grossen Plakat mit einer Abbildung des Berina Expresses begrüsst. Da machen wir natürlich gleich aus Spass ein Foto davon. Weiter geht es mit einer Standseilbahn von Gora nach Sounzan, wir in eine Funitel umsteigen müssen, einer Kabinensteilbahn die an zwei Seilen gezogen wird.

Die Strecke des Funitel führt uns direkt über die Schwefelfelder des Owakudani, welches eines unserer grossen Hauptziele des Tages ist. Leider haben wir am heutigen Tag sehr viele Wolken, weswegen wir leider keinen Blick auf den Mt. Fuji erhaschen können. Ausserhalb der Bergstation ist viel los, viele Touristen die wohl nur wegen den schwarzen Onsen Eiern hier her gekommen sind. Das Ei wird dabei in den heissen schwefelhaltigen Quellen gekocht und erhält dadurch seine schwarze Farbe. Der Wind geht sehr stark und es sieht auch so aus als würde es wohl demnächst mit regnen beginnen.

Als wir in einem der verschiedenen Touristenrestaurants unser Mittagessen zu uns nehmen, beginnt es dann auch tatsächlich draussen recht stark zu regnen. Daher begeben wir uns nach dem essen auch langsam Richtung Seilbahn, welche uns auf der anderen Seite nach unten bringen soll bis zur Talstation Togendai. Diese befindet sich direkt beim See Ashinoko, auch bekannt als Lake Ashi. Hier merken wir bereits das es doch schon recht spät geworden ist, das vorletzte Schiff haben wir gerade verpasst, so dass wir gut eine halbe Stunde auf das nächste Schiff warten müssen, was dann auch das letzte Rundfahrtschiff ist, welches uns ans andere Ende des Sees bringen soll.

Zum Glück stehen wir recht am Anfang der Schlange, die immer grösser wird, und somit können wir uns einen guten Sitzplatz im Schiff ergattern. Draussen regnet es immer noch, aber Iris versucht dennoch ein paar Fotos von draussen zu schiessen. Auch wenn das Wetter nicht mehr so toll ist, wollen wir ein paar Erinnerungen an diesen Tag festhalten.  Als wir dann schliesslich in Hakone-Machi ankommen ist es bereits schon so spät, dass leider der alte Hakone Checkpoint sowie der nahegelegene Tempel bereits geschlossen haben. Wieder einmal merken wir das in Japan viele Tempel und kleinere Touristenattraktionen bereits um 16 Uhr ihre Türen schliessen.

Wir studieren also unseren Unterlagen und den Plan mit den Buslinien und sehen auch das es nicht mehr viele Buslinien gibt. Wir entscheiden uns dann ein paar Minuten länger zu warten, um dann den Express Bus direkt nach Hakone-Yumoto nehmen zu können. Dieser hat nur wenige Haltestellen, und wir wären etwa so in einer halben Stunde an unserem Ziel. So dachten wir. Als der Bus auf die Schnellstrasse einbog merkten wir bereits wie der Verkehr zähflüssig wurde und irgendwann kaum mehr etwas ging.  Wir gerieten mitten in einen Stau. Wir hörten dann auch irgendwann ein Polizeiauto, daher wird wohl irgendwo weiter vorne etwas passiert sein. Bei dem Wetter und dem Regen kein Wunder, wird wohl ein Unfall passiert sein. Wenigstens hatten wir Sitzplätze im Bus. Mit etwa gut einer halben Stunde Verspätung schafften wir es dann doch noch in Hakone-Yumoto anzukommen.

Weil es bereits spät war und wir noch rechtzeitig in Tokyo ankommen wollten, entschieden wir uns die Odakyu Express Linie zu nehmen, welche uns direkt nach Shinjuku führen würde. Diese Strecke würde zwar nicht von unserem Japan Railpass gedeckt werden, aber auf Grund unseres Hakone Free Passes hatten wir einen Rabatt auf das Zugticket. Während der Wartezeit machten wir den hiesigen Touristenladen unsicher. Neben vielen verschiedenen Naschereien, welche die schwarzen Eier als Thema hatten, gab es auch noch viele andere Souveniers. Wir kauften uns ein paar kleinere Knabbereien und machten uns dann auf den Weg zu unserem Zug. Den wollten wir ja nicht verpassen. Die Fahrt selber nach Shinjuku war angenehm.

Wir hatten uns dann während der Fahrt dazu entschieden in Shinjuku ein Restaurant aufzusuchen. Wir fanden in einem Kleidergeschäft einen Fahrstuhl nach oben, der uns in ein Restaurant bringen sollte, in dem verschiedene Yakitori Gerichte angeboten werden. Wir kriegten nach einer kurzen Wartezeit auch unseren Tisch und wurden auch sogleich von einer Zigarettenwolke empfangen. Das war das erste mal das wir direkt mitbekommen haben das in einem japanischen Restaurant auch geraucht werden durfte. Der gestank war extrem, aber da wir extrem grossen Hunger hatten blieben wir im Restaurant. Wir mussten dann einige Minuten warten bis mal jemand vom Service bemühte uns zu bediente und wir unsere Bestellung aufgeben konnten. Am Ende war da essen ganz ok, aber nichts besonderes. Das ganze Lokal war nicht unser Ding, neben dem penetranten Zigarettengestank und dem schlechten Service war es auch recht laut, so dass man sich kaum unterhalten konnte.  Bisher die schlechteste Erfahrung in einem Restaurant in Japan die wir gemacht haben. Wenigsten konnte wir am Eingang direkt bei einer Kasse zahlen, sonst wäre es bestimmt wieder eine Ewigkeit gegangen bis jemand vom Service auf uns reagiert hätte.

Mit dem Zug ging es dann von Shinjuku zurück nach Ueno und unserem Hotel. Für Morgen steht Nikko auf dem Plan und da wollten wir auch wieder recht früh aufstehen.

Auf Grund des ganzen Stresses und das wir auch noch Odowara Castle mitgenommen haben, werden wir definitiv nochmal nach Hakone fahren, daber diesmal sicher einmal dort übernachten, den für einen Tagesausflug war die Zeit dann doch zu kurz. Da war ich mit der Planung doch etwas zu Blind und hatte mich zu sehr auf verschiedene Blogs verlassen, die meinten das wäre kein Problem das alles in einem Tag zu machen.

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